Kriminalitätsfurcht – die Angst zum Opfer zu werden


Die Angst vor Kriminalität kann die Lebensqualität enorm beeinträchtigen.
Sie schränkt die persönliche Freiheit ein und führt zu einem Unsicherheitsgefühl, sowie der Verringerung des Vertrauens in die Mitmenschen.

 

Über 60% der Frauen kennen das Gefühl der Angst von einem Fremden körperlich oder sexuell angegriffen zu werden.
Ein Drittel aller Frauen in Deutschland fühlt sich nicht sicher, wenn sie bei Dunkelheit alleine nach Hause gehen.
Mehr als die Hälfte aller Frauen nutzt abends grundsätzlich keine öffentlichen Verkehrsmittel oder zumindest nicht alleine.
(Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Gender Datenreport, 2005)

 

Auch gesamtgesellschaftlich betrachtet kann die Angst vor Kriminalität zum Problem werden.
Wenn Menschen aus Angst bestimmte Straßen, Wege und Plätze meiden,
kann dies dazu führen, dass diese zunehmend vereinsamen und deshalb wiederum von immer mehr Menschen als beunruhigend empfunden und gemieden werden. Schlimmsten Falls entstehen in einem solchen Aufschaukelungsprozess so genannte „no go areas“, die dann tatsächlich einen besonders geeigneten Raum für Kriminalität bieten.